Inflation entwertet Altersersparnisse. Wir zeigen, wie Sie Ihre Rente inflationsgesichert aufbauen und welche Produkte wirklich vor Teuerung schützen.
Autor: Sven Markus Kraus, Versicherungsmakler / Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK)
Veröffentlichung: 31.08.2026
Stand: 31.08.2026
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine individuelle Beratung.
Das Inflationsproblem für Rentner
Eine garantierte Rente von 1.500 EUR/Monat – das klingt sicher. Aber bei 3% Inflation verdoppeln sich die Preise in 23 Jahren. Was Sie heute für 1.500 EUR kaufen, kostet in 20 Jahren etwa 2.700 EUR. Ihre Rente bleibt gleich – Ihre Lebensqualität sinkt.
Wer ist am meisten gefährdet?
- Rentner mit Garantieversicherung: Klassische Lebensversicherung mit Garantierente, kein Inflationsschutz
- Sparer mit Geldanlage: Sparbuch und Rentenpapiere mit Nennzinsen < 2% verlieren an Kaufkraft
- Angestellte mit Betriebsrente: Oft nur Garantierente, nicht inflationsgebunden
Was schützt vor Inflation?
- Fondsgebundene Renten: Aktienquote ermöglicht Dividendensteigerungen und Kurszuwächse
- Direktversicherung mit Entnahmestrategie: Kapital wird systematisch verbraucht, Schwankungen nutzen
- Immobilienrente: Gewerbliche und private Immobilien als Inflationsschutz
- Inflationsgebundene Rentenfonds: An Indizes gekoppelt, z.B. Rentenpapiere mit Inflationsausgleich
Praxisbeispiel: Klassisch vs. Fondsgebunden
Klassische Versicherung: 100.000 EUR, Garantierente 400 EUR/Monat (zu 100% sicher, aber kein Inflationsschutz). Fondsgebunden: 100.000 EUR, Durchschnitt ca. 450 EUR/Monat + 2–3% Wachstum durch Fondsgewinne. In 20 Jahren: Klassisch still 400 EUR, Fondsgebunden ~600 EUR (durch Inflation mitgewachsen).
Empfehlung: Mischung statt Einzelstrategie
Basis: Garantierente für Sicherheit. Zusatz: Fondsgebundene Versicherung oder Immobilien für Inflationsschutz. So haben Sie einen Mindeststandard + Wachstum.