Die gesetzliche Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet nach 6 Wochen. Danach zahlt die GKV Krankengeld – ca. 70 % des Bruttoeinkommens, maximal ca. 50–54 % des Nettoeinkommens. Für Selbstständige gibt es kein gesetzliches Krankengeld – bei ihnen beginnt der Einkommensausfall ab Tag 1.
Wer verliert wie viel bei längerer Krankheit?
| Einkommen | Netto | Krankengeld | Verlust |
|---|---|---|---|
| 3.000 € Brutto/Monat | ~2.200 € Netto | ~1.540 € (70% Brutto) | ~660 € / Monat |
| 4.500 € Brutto/Monat | ~3.200 € Netto | ~2.160 € (48% Netto) | ~1.040 € / Monat |
| 6.000 € Brutto/Monat | ~4.150 € Netto | ~2.240 € (54% Netto, Grenze) | ~1.910 € / Monat |
Vorteile der privaten Krankentagegeldversicherung
- Lückenschluss für alle: Arbeitnehmer (ab Woche 7), Selbstständige und Freiberufler.
- Wählbare Tagegelder: Von 30 € bis 200 € pro Tag – frei wählbar je nach Lebensstandard.
- Optionale Karenztage: 0, 7, 14 oder 30 Tage Wartezeit – je nach Prämie.
- Psychische Erkrankungen: Viele private Tarife versichern auch psychische Erkrankungen ohne Ausschlüsse.
Häufige Fragen zum Krankentagegeld
Für wen ist Krankentagegeld besonders wichtig?
Vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Inhaber – bei ihnen gibt es weder Lohnfortzahlung noch GKV-Krankengeld. Aber auch Arbeitnehmer mit hohem Lebensstandard sollten ab Woche 7 absichern.
Wie lange zahlt die private Krankentagegeldversicherung?
Die Versicherung zahlt für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit, solange diese ärztlich bescheinigt wird – typisch bis zum Renteneintritt, je nach Tarif bis Alter 65/67.
Werden psychische Erkrankungen mitversichert?
Das hängt vom Tarif ab. Manche schließen psychische Erkrankungen aus, andere versichern sie vollständig. Im Beratungsgespräch zeige ich Ihnen die Unterschiede.