Cyberversicherung schützt Ihr Unternehmen vor finanziellen Folgen von Hackerangriffen, Datenverlust, Ransomware und IT-Ausfällen. Wichtig: Sie ersetzt nicht die IT-Sicherheit selbst, sondern erstattet die Kosten.
Welche Risiken sind versichert?
- Datenverlust und Datenwiederherstellung: Kosten für Datenrettung, IT-Forensik, System-Neuaufbau
- Geschäftsunterbrechung: Entgangene Gewinne und Betriebsausgaben bei IT-Ausfällen
- Ransomware: Kosten für Wiederherstellung nach Verschlüsselung, ggf. Lösegeld (umstritten)
- Cyber-Haftung: Schadensersatz, den Sie zahlen müssen, weil Kundendaten aus Ihrem System geleakt wurden
- Betriebsstörerkennung: Kosten für externe IT-Sicherheitsexperten, Benachrichtigung von Betroffenen, Kreditüberwachung
- Erpressung und Erpressungsgelder: Erstattung von Lösegeldern (bei Versicherer-Genehmigung)
Wer braucht Cyberversicherung?
- Jedes Unternehmen mit online-Präsenz: E-Commerce, SaaS, Cloud-Dienste, digitale Kundendaten
- Kritische Infrastruktur: Medizin, Produktion, Logistik, Finanzdienstleistungen
- Remote-Unternehmen: Höheres Risiko durch verteilte Systeme und Home-Office
Kein Ersatz für IT-Sicherheit
Cyberversicherung ersetzt nicht die Grundlagen: Firewall, regelmäßige Backups, Mitarbeiterschulungen, starke Passwörter, Patch-Management. Eine gute IT-Sicherheitskultur senkt die Prämie.
Kosten und Deckungssummen
Abhängig von Branche, Mitarbeiterzahl, Umsatz, IT-Sicherheitsmaßnahmen. Kleine Betriebe: 500–1.500 EUR/Jahr. Große Unternehmen: mehrere 10.000 EUR/Jahr möglich.